So funktioniert die virtuelle Bundesliga

22 Teams gehen in der von der DFL geschaffenen virtuellen Bundesliga VBL an den Start.

So funktioniert die virtuelle Bundesliga

Wer sind diese Teams und was gibt es Wissenswertes zu Modus und Titelkampf in der neuen eSports-Liga?Die virtuelle Bundesliga kurz erklärt

Die Premierensaison der virtuellen Bundesliga, offiziell "VBL Club Championship" genannt, steht unmittelbar bevor. Die VBL ist eine von der Deutschen Fußball Liga (DFL) organisierte, nationale Klub-Meisterschaft für Vereine der ersten und zweiten Liga mit eSports-Ableger. Gespielt wird "FIFA 19" auf der XBox von Microsoft und auf der Sony Playstation Der erste von 21 Spieltagen steigt am 16. und 17. Januar 2019. Die Saison geht dann bis Mitte März, was in der VBL zu einem recht kompakten Terminkalender führt.

Das Teilnehmerfeld der VBL

Insgesamt 22 Teams aus der Bundesliga und der 2. Bundesliga kämpfen bei der Erstauflage der neuen Liga um den Titel. Dabei sind 13 Erstligisten und die Teams von neun Klubs aus dem Unterhaus. Die 22 VBL-Teams im Einzelnen:

Bundesliga - Werder Bremen | Hertha BSC | RB Leipzig | Eintracht Frankfurt | FC Augsburg | Hannover 96 | Bayer Leverkusen | Mainz 05 | Borussia Mönchengladbach | 1. FC Nürnberg | VfB Stuttgart | Schalke 04 | VfL Wolfsburg

2. Bundesliga - VfL Bochum | 1. FC Köln | Arminia Bielefeld | Hamburger SV | Greuther Fürth | FC Ingolstadt | Darmstadt 98 | SV Sandhausen | Holstein Kiel

So wird gespielt

Die VBL Club Championship wird an 21 Spieltagen ausgetragen. Gespielt werden pro Spieltag elf Paarungen mit drei Partien. Alle Teams treten einmal gegen jedes andere an, eine Rückrunde wie im Profi-Fußball gibt es nicht. Je zwei Partien werden im Eins-gegen-Eins gespielt (jeweils eine auf der PlayStation und eine auf der XBox). Das dritte Spiel im Zwei-gegen-Zwei wird auf einer durch die Heimmannschaft gewählte Konsole durchgeführt.

Alle Spielfiguren weisen dieselbe Spielstärke von 85 auf, um Chancengleichheit zu gewährleisten. Im normalen FIFA-Kontext gibt es zwischen einzelnen Teams und Spielern teils große Unterschiede, was die Spielstärke angeht.

Das Highlight zum Auftakt

Die Top-Partie am Premieren-Spieltag bestreiten Werder Bremen und RB Leipzig - zwei der Titelanwärter in der VBL.

Cihan "Cihan" Yasarlar, deutsche FIFA-Meister 2017 und Top-Talent Alex Czaplok gehen auf Seiten der Leipziger an den Start. Besonders Yasarlar ist in der Szene ein absoluter Topstar und der wohl größte Name in den Reihen der virtuellen Bundesligisten.

Die Bremer verfügen mit Mohammed "MoAuba" Harkous, Nummer drei der PlayStation-Weltrangliste und Michael "MegaBit" Bittner, der auf dem gleichen Rang der XBox-Rangliste steht, über das wohl stärkste Duo der Liga. Die zwei Werderaner sind die bestplatzierten deutschen Spieler im weltweiten Vergleich - auch wenn diese Wertung für den FIFA Ultimate Team-Modus gilt, der in der VBL Club Championship keine Anwendung findet.

Finalturnier und Playoffs

Über die Abschlusstabelle der VBL Club Championship qualifizieren sich die Spieler der ersten sechs Klubs direkt für das VBL Grand Final im Mai 2019, in dem der übergeordnete Titel "VBL Champion" als Deutscher Meistertitel unter den Einzelspielern ausgespielt wird. Spieler der Klubs auf den Plätzen 7 bis 16 nehmen an den VBL Playoffs teil, über die sie sich für das VBL Grand Final qualifizieren können.

Bereits im Jahr 2012 hatte die DFL in Kooperation mit EA SPORTS mit der VBL als erste professionelle Fußballliga überhaupt einen eFootball-Wettbewerb ins Leben gerufen. Dieser war zugleich der erste direkt in das Spiel EA SPORTS FIFA integrierte Wettbewerb einer Profiliga. Seit der Einführung hat die VBL eine stetig steigende Popularität mit zuletzt mehr als 150.000 Teilnehmern.

Diese Bundesliga-Teams sind nicht dabei

Verzichten müssen Zuschauer beim virtuellen Bundesliga-Ableger auf das ewige Topduell zwischen Rekordmeister Bayern München und Borussia Dortmund. Neben den beiden größten deutschen Vereinen fehlen aus der höchsten Spielklasse außerdem der SC Freiburg, die TSG Hoffenheim und Fortuna Düsseldorf.
Autor: David Vorholt (sid/bundesliga.com)